Brandeinsätze in Schönkirchen von 1900 bis 1910

3. Mai 1900
Die Wehr wurde alarmiert, nachmittags 12½ Uhr. Es brannte die Kate des Hufners Ernst Stoltenberg in Mönkeberg. Der Hauptmann und fünf Mann der Wehr waren kaum 5 Minuten, nach Ausbruch des Feuers an der Brandstelle. Als der Hauptmann sah, dass die Kate nicht mehr zu retten sei, befahl er die
nächstliegende Kate des Hufners H. Stölting, die schon Feuer gefangen hatte, zu retten. Es gelang unter Mitwirkung der Mönkeberger Brandwehr. Zugleich stand das Wohnhaus des Hufners Stelting in peinlicher Lage. Die Funken schlugen lebhaft darauf. Da eilte der Hauptmann mit Kamerad E. Steffen nach dem Wohnhaus, und weil nichts anderes zur Verfügung stand als eine Ansatzleiter, kletterten beide am Blitzableiter hinauf und bemächtigten sich damit des ganzen Dachfirstes. Es gelang durch eifriges Arbeiten mit der Patsche, das Feuer solange zu unterdrücken, bis die Steigermannschaft beide ablöste. Wäre diese Hilfe nicht so schneidig ausgeführt, so hätten diese beiden Gebäude längst in Flammen gestanden, bevor eine Feuerwehr zur Stelle sein konnte. Ein Karabinerhaken ist gebrochen, ebenfalls eine Stange am Steigerwagen. Zwei Steigerflöten sind vermisst, ein Zubringerschlauch ist unbrauchbar geworden. Die Wehr rückte um 5 Uhr nachmittags wieder ab. Gratifikation 30 Mark.

22. Juni 1900
Eine Scheune in Wulfsdorf, durch Blitz entzündet.

24. Oktober 1900
Abends 8½ Uhr Alarmierung, die Wehr war schnell beim Spritzenhaus und zum Abmarsch bereit. Hufner C. Dibbern weigerte sich zu fahren, so konnte die Wehr nicht ausrücken. Dibbern wurde vom Ehrengericht mit 6 Mark Strafe belegt.

30. Mai 1901
Die Buchwald – Scheune in Mönkeberg.

11. Juli 1902
Das Lager von H. Weinhold in Dietrichsdorf.

2. Oktober 1902
Nachmittags 4½ Uhr, Feuer in Rosenfeld bei Hufner Ploen. Die Wehr trifft mit ihren Geräten und 11 Mann stark nebst einigen Angehörigen der Brandwehr ein und hilft löschen.

12. Dezember 1902
Feuer auf der Oberst Koppel (Diedrichsdorf). Die Wehr rückte aus bis Dietrichsdorf, wurde unterrichtet durch Boten, dass das Feuer im Niedergang sei und machte kehrt. Das Verbindungsstück des Schlauchwagens war gebrochen.

9. April 1903
Feuer bei Stölting in Wellingdorf, mittags 1 Uhr, wegen Wassermangels nicht in Tätigkeit getreten.

15. April 1903
Kleines Schadenfeuer bei Maurermeister Hinrich Prien, es brannte der Pferdestall, vormittags 9 Uhr.

16. Juni 1903
Ein Schuppen der Kaiserlichen Marine in Mönkeberg am Strand. Die Wehr rückte aus bis zur Chaussee, wo kehrt gemacht wurde, weil das Feuer sich verlor. Es wurde festgestellt, dass die Spritze auf diesem Wege für zwei Pferde zu schwer sei.

19. Juni 1903
Das Wohnhaus des Käthners Ernst Dibbern im Ort, abends 8 Uhr.

21. Juli 1903
Eine Holzscheune am Oppendorfer Gehölz, zu retten war nichts mehr, abends 6 Uhr war abgelöscht. Gratifikation 36 Mark.

21. September 1903
Eine Scheune des Hufners Will in Wellingdorf, die Wehr kam nicht in Tätigkeit. Aufenthalt am Brandort 4 Stunden.

4. Oktober 1903
Eine Scheune des Hufners Dibbern in Flüggendorf, abends 9 Uhr, die Wehr half tatkräftig beim Löschen.

4. November 1903
Eine Scheune des Käthners Joh. Schmidt, abends 8 Uhr im Ort.

28. November 1903
Großfeuer im Ort, Haus und Scheune des Hufners Christian Stoltenberg, abends 8 Uhr.

28. Dezember 1903
Ein Strohdiemen des Käthners Schröder in Mönkeberg, abends 6 Uhr.

28. Dezember 1903
Eine Scheune des Käthners Ernst Dibbern im Ort, abends 11 Uhr.

29. Dezember 1903
Die Scheune der Witwe Buchwald in Mönkeberg, morgens 5½ Uhr.

7. Juli 1904
Feuer bei F. Mordhorst in Neumühlen, abends 10½ Uhr.

20. Dezember 1904
Die Ausbaustelle Klingenberg F. Schröder (Mönkeberg) brannte. Die Wehr trat kräftig in Tätigkeit.

21. Dezember 1904
Feuer wieder in Klingenberg, die zugehörige Räucherkate brannte ab.

1. Juni 1905
Alarmierung morgens 3¾ Uhr. Es wurde angenommen, dass beim Landmann Puck in Landgraben ein Feuer durch Blitzschlag entstanden sei. Es brannte der Holzschuppen. Die Wehr war schnell zur Stelle, aber von dem Schuppen war nichts mehr zu retten. Die Scheune, welche sehr unter der Hitze zu leiden hatte, wurde von den Steigern gehalten. Die Spritze schützte das Wohnhaus nebst Anbau. Nach kurzer Zeit traf die Freiwillige Feuerwehr Mönkeberg auf der Brandstelle ein, welche durch Boten und Signal alarmiert war. Mit vereinten Kräften gelang es, das Feuer an seinem Herd zu bekämpfen und somit ein weiteres Umsichgreifen des Feuers zu verhindern. Um 7 Uhr rückte die Wehr wieder ab.

26. Juni 1905
Eine Scheune der Witwe Ivens in Alt – Dietrichsdorf.

2. April 1906
Wohnhaus des F. Kuhphal.

19. Juli 1906
Eine Kate in Flüggendorf, durch Blitzschlag entzündet.

16. November 1906
Wohnhaus von Claus Denker, Tökendorf.

24. Mai 1909
Wohnhaus in Schönhorst (Groten Dieck)

6. September 1909
Der Zimmereischuppen des Christian Doose in Schönkirchen.

10. September 1906
Wohnhaus und Stall von Friedrich Struve.

1910
Großfeuer in Schönhorst, Gratifikation 18 Mark.

Unsere letzten Einsätze:

Einsatz 01/2018  01.01.2018  02:01 Uhr

In der Sylvesternacht wurden wir von der Leitstelle Mitte zu einer brennenden Mülltonne an einer Bushaltestelle unweit vom Gerätehaus alarmiert. Wir konnten den Brand mit Hilfe eines Kleinlöschgerätes ablöschen.

Einsatz 69/2017  30.12.2017  16:11 Uhr

Bei einer Einweisungsfahrt wurde eine brennende Mülltonne gesichtet. Diese wurde mit einem Feuerlöscher abgelöscht.

Einsatz 68/2017  28.12.2017  09:30 Uhr

Wir wurden von einer Firma im Gewerbegebiet Sören gebeten, das Vorhaltebecken für die Sprinkleranlge wieder zu befüllen.

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