Rund 100 Millionen Euro werden die Bundesbürger zur Jahreswende ausgeben, um das neue Jahr mit stimmungsvollen Feuerwerken zu feiern. So schön der Anblick leuchtender und bunt funkelnder Feuerwerke ist, so groß sind auch die Gefahren, die der unsachgemäße Umgang mit der Pyrotechnik in sich birgt.
Feuerwerkskörper enthalten explosive Stoffe, die zu Verletzungen, Verbrennungen und Wohnungsbränden führen können. Die Gefahren gehen nicht nur vom eigenen Verhalten aus, insbesondere im Fall von Bränden liegt oft ein Fremdverschulden vor.
Damit das neue Jahr froh und unfallfrei begrüßt werden kann, hier einige wichtige Sicherheitstipps:

  • Nur von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung zugelassene Feuerwerkskörper verwenden. Diese sind am Zulassungszeichen ,,BAM" zu erkennen.

  • Die Gebrauchsanweisung in aller Ruhe und nicht erst kurz vor zwölf lesen.

  • Feuerwerkskörper nicht in Kinderhände geben. Raketen und Knallkörper dürfen nur von Erwachsenen gekauft und gezündet werden. Auch zu Sylvester sollte man den Kindern nicht nachgeben.

  • Erwachsene mit erhöhtem Alkoholkonsum sollten das Feuerwerk als Zuschauer genießen und das Zünden anderen überlassen.

  • Knallkörper niemals in geschlossenen Räumen verwenden und Raketen nur im sicheren Abstand zu anderen Menschen, Autos und Gebäuden zünden.

  • Raketen immer senkrecht, am besten aus einer leeren Flasche als Startrampe abfeuern.

  • Auf Bäume und Dachvorsprünge achten. Diese können, genauso wie heftiger Wind, die Feuerwerkskörper in die falsche Richtung lenken.

  • Fenster, insbesondere Dachfenster und Bakontüren verschließen, so dass keine abstürzenden Raketen, Leuchtkugeln oder Funken in die Wohnung gelangen können. Auch kleine Glühnester können sich über einen Schwelbrand zu einem Wohnungsbrand ausdehnen.

  • Feuerlöscher bereithalten, um mögliche Entstehungsbrände zu löschen. Der rechtzeitige Einsatz eines Feuerlöschers kann Leben und Sachwerte retten.

  • Vor dem Fest mit der Gebrauchsanleitung des Feuerlöschers vertraut machen. Das bewahrt im Notfall einen kühlen Kopf.

  • Zielen Sie niemals auf Personen und entzünden Sie Feuerwerkskörper auch nicht in unmittelbarer Nähe von Personen. Schwere Gehörschäden und Verletzungen sind möglich!
  • Feuerwerkskörper nie einstecken
  • Feuerwerkskörper nie verdämmen (Kracher in Flaschen, Dosen, Mülltonnen,...)
  • Blindgänger ablöschen! Nicht anfassen und auch nicht wieder anzünden!
 

Erste-Hilfe-Kasten, z.B. aus dem Auto, bereithalten und im Notfall nicht zögern:

Wir sind auch am Silvesterabend für Sie da !

Unsere Telefonnummer : 112
oder unter 04348 / 421

Sicheres Zuschauen:

Sind Sie beim Böller- oder Raketenschießen Zuschauer sollten Sie das Geschehen sicherheitshalber nur aus größerer Entfernung verfolgen.

Halten Sie sich keinesfalls in Schussrichtung der Böller oder Raketen auf.

Die Flugbahnen von Raketen hängen von Wind und Schussrichtung ab, weshalb es auch „Irrläufer" gibt. Damit diese nicht in Wohnungen oder Häuser eindringen und Brände verursachen können, sind Fenster, Balkon- und Haustüren zu schließen.

Raketen und Knallkörper können die Kleidung entzünden, offene Taschen oder Kapuzen sind besonders gefährlich.

 

 

Vom Umgang mit Haustieren an Silvester

Auch für unsere Haustiere ist die Silvesternacht kein Tag wie jeder andere. Erfahrene Tierhalter können ein Lied singen von verstörten Katzen, die sich tagelang nicht mehr zuhause sehen lassen, von Hunden, die je nach Temperament in ekstatisches Gebell ausbrechen oder sich verkriechen, nicht mehr fressen, gar Durchfall bekommen. In tierärztlichen Notdiensten werden gehäuft Patienten mit Brand- und Augenverletzungen vorgestellt. 

Um vierbeinigen Hausgenossen sicher über diese kritischen Tage hinwegzuhelfen raten Tierärzte:

Wegen der Verletzungsgefahr durch Raketen sollten Katzen frühzeitig im Haus behalten werden. Hunde, auch wenn sie "schußfest" sind, haben in der Nähe von "Raketenabschußbasen" nichts zu suchen. Sie sollten zudem an der Leine geführt werden, um Tier und Mensch vor den Folgen oft unberechenbarer Schreckreaktionen zu schützen. Ängstliche Tiere müssen in der raketenfreien Zeit ausgeführt und gefüttert werden. Zuwendung und Spiel lenken ab.

Auch bei Vierbeinern kann Angst "auf den Magen schlagen" oder Überreaktionen auslösen. Konsequente Nahrungsverweigerung, Durchfall, heftiges Zittern oder unausgesetztes Jaulen sind typische Anzeichen. Wer diese "Silvesterneurose" bei seinem Hund schon einmal beobachtet hat, sollte ihn einige Tage vor dem Jahreswechsel einem Tierarzt vorstellen. Dieser kann Beruhigungstabletten oder -tropfen verordnen, die die Folgen solcher Angstzustände mildern. Wer nicht nur seinem Haustier sondern auch freilebenden Tieren eine ungetrübte Zeit ermöglichen will, verzichtet ganz auf Raketen. Wunderkerzen sind eine gefahr- und geräuschlose Alternative und können dem Neuen Jahr gebührende Glanzlichter verleihen.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie einen guten und unfallfreien Rutsch ins neue Jahr.

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